"Wie kommt es, dass sich die Profite der Gesellschaften ins Unermessliche steigern und gleichzeitig so viele Arbeiter in den USA mit der Angst leben müssen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren?" Mit dieser Frage und einer Kamera auf der Schulter suchte Michael Moore amerikanische Unternehmen auf und traktierte deren Führungspersonal unerbittlich.

Besonders aufregend wurde seine Begegnung mit Phil Knight, dem Chef von Nike, dem er vorwarf, mit seinen Nike-Sportschuhen enorme Gewinne in den USA zu machen, sie aber in Asien in Kinderarbeit produzieren zu lassen. "Das aufregende an diesem Film", heißt es zu dieser außergewöhnlichen Dokumentation, "sind die enormen Entertainment-Qualitäten des Regisseurs. Er ist eloquent, witzig, hat Humor und so gelingt es ihm, ein ernstes Thema auf äußerst unterhaltsame Weise zu vermitteln." Michael Moores dokumentarischer Stil hat inzwischen großes Renommee erlangt. Seine Regiearbeit "Bowling for Columbine" wurde in der Sparte Dokumentarfilm mit einem Oscar und das Nachfolgewerk "Fahrenheit 9/11" 2004 als bester Film der Filmfestspiele von Cannes ausgezeichnet.