Als der Staat Missouri die Begnadigung der Bande von Cole Younger und Jesse James nicht zulässt, planen die Revolverhelden, die größte Bank westlich des Mississippi auszurauben. So reiten sie im Jahr 1876 in die Stadt Northfield in Minnesota und freunden sich dort mit dem Banker Wilcox an. Mit ihm treffen sie das Abkommen, dass er sie informieren soll, sobald besonders viel zu holen ist. Doch der scheinbar perfekte Plan gelingt bei weitem nicht so wie erhofft...

Der Legende vom edlen Jesse James, der mit Mord, Raub und Terror die Eisenbahngesellschaft angeblich aus sozialen Gründen bekämpft, setzt Regisseur Philip Kaufmann kein neues Klischee entgegen, sondern bemüht sich um geschichtliche Wahrheit. Er zeigt den Guerilla-Krieg der James- und Younger-Brüder in der ganzen Brutalität. Kaufman vergisst auch nicht den sozialen und politischen Hintergrund des Bandenwesens, entschuldigt aber nicht die Morde und Gewalttaten - weder die der Banditen, noch jene der Kopfgeldjäger der Eisenbahngesellschaften, die auch durch Morde an harmlosen Bürgern verdienen. Kaum ein US-Western hatte bis dahin den Zusammenhang zwischen dem amerikanischen Frühkapitalismus, dem Bürgerkrieg und dem Bandenterror so konsequent aufgedeckt.