1987, noch zwei Jahre bis zur Maueröffnung: In Ostberlin enstschliesst sich Matthias, der Lebensgefährte vcn Suse, mit deren bester Freundin Susanne aus der DDR zu flüchten. Doch die Flucht scheitert an der deutsch-tschechischen Grenze, die beiden kommen ins Gefängnis, und auch Suse ist den Repressalien der Stasi ausgesetzt, fliegt von der Hochschule. Seit dieser Zeit haben sich die drei nicht mehr gesehen, erst 16 Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen - ein Treffen dreier Menschen, die sich total voneinander entfernt haben.

Der aus Lüdenscheid stammende Regisseur Thorsten Trimpop, Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, brachte nach 16 Jahren die drei Protagonisten erstmals wieder zusammen. Trimpop gelingt es, die Sprachlosigkeit der drei einzufangen, deren Lebensweg einst auf so schmerzhafte Weise getrennt wurde. Dieser Tatsache werden sich Suse, Susanne und Matthias in "Der irrationale Rest" erneut deutlich bewusst, zeigen aber keine Ambitionen, alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen. Zu groß ist die Hypothek der Vergangenheit.

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