Berlin, 1943: Am Grunewalder Bahnhof werden Juden wie Vieh zusammengetrieben und in Güterwaggons gepfercht. Ziel ihrer Bahnreise: das KZ Auschwitz. In einem Waggon treffen so die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Zunächst beklagt man sich ob der unwürdigen Behandlung. Doch schon bald merken die Insassen, dass sie ihren Aufpassern völlig egal sind und ein Menschenleben nichts zählt. Hunger, Durst und Kälte fordern erste Opfer und die "Reise" wird mehr und mehr zum Martyrium, an dessen Ende nur der Tod wartet ...

Wenn man bedenkt, dass jenen Transport nur zwei Menschen überlebt haben, ist das Gezeigte eigentlich noch zu harmlos, um der Tragweite der ungeheuerlichen Unmenschlichkeit halbwegs Ausdruck zu verleihen. Die verbürgte Geschichte war ein Wunschprojekt von Produzent Artur "Atze" Brauner, selbst Überlebender des Holocaust. Dank eines starken Darsteller-Ensembles gelang Joseph Vilsmaier in Zusammenarbeit mit seiner Frau Dana Vávrová ein nicht rundum stimmiges, aber dennoch packendes und wichtiges Werk.

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