Die 40-jährige Anästhesistin Sybille Langhoff, zweifache Mutter und Ehefrau, leidet schon seit längerer Zeit an Depressionen. Doch niemand ahnt, dass das Telefonat, das sie mit ihrer Familie führt, ihre letztes sein wird. Kurz darauf ist Sybille tot - Selbstmord. Mit den beiden Kindern allein gelassen, versucht ihr Ehemann Lars, das schreckliche Unglück zu verarbeiten und sein Leben trotz Trauer, Selbstvorwürfen und Wut halbwegs zu meistern ...

Regisseur Johannes Fabrick hat in der Vergangenheit bereits vielfach bewiesen, dass er ein Meister dramatischer Stoffe ist, man denke nur an die beiden Genrewerke "Die Tochter des Mörders" oder "Ich habe es Dir nie erzählt". Hier inszenierte er nach dem Drehbuch von Dorothee Schön ("Frau Böhm sagt nein", "Mordshunger"), die einst Mutter und Schwester durch Freitod verlor, ein bemerkenswertes Familiendrama, das den schwierigen Umgang mit dem Freitod eines geliebten Menschen sensibel und lebensecht thematisiert. Fabrick verpflichtete für die Hauptrolle erneut den brillant aufspielenden Wotan Wilke Möhring, den er bereits in "Kuckuckszeit" und "Ein riskantes Spiel" so bemerkenswert in Szene zu setzen wusste und der für sein herausragendes Spiel 2012 mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Hervorragend sind auch die darstellerischen Leistungen von Matilda Merkel und Nick Julius Schuck in den Rollen der beiden Kinder.

Foto: WDR/Willi Weber