In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lässt sich Nordstaaten-Leutnant Dunbar - durch den amerikanischen Sezessionskrieg hart geworden - an die westlichste Grenze der Zivilisation versetzten, damit er "den Wilden Westen noch erleben kann, bevor dieser aufgehört hat zu existieren". Nur mit Pferd und amerikanischer Flagge richtet er sich in seinem Stützpunkt ein, freundet sich mit einem Wolf an und begegnet auch bald den Lakota-Indianer, die vergeblich versuchen, sein Pferd zu stehlen. Die ersten Kontakte zwischen dem "Bleichgesicht" und den angeblich "Wilden" verlaufen eher humoristisch, weil keiner sein Gegenüber so recht versteht. Doch aus der zögernden Annäherung entwickelt sich bald eine Freundschaft und seitens des Offiziers ein allmähliches Verstehen der indianischen Kultur. Eine weiße Frau, die von den Lakota aufgezogen wurde, erinnert sich ihrer Kindessprache und fungiert fortan als Dolmetscherin. Dunbar, der wegen seiner Freundschaft mit dem Wolf von den Indianern "Dances With Wolves" genannt wird, bewundert das harmonische Zusammenleben der Indianer, findet gefallen an deren Lebensweise und an der Dolmetscherin ...

In seinem Regiedebüt erzählt Kevin Costner, der auch als Produzent verantwortlich zeichnete, die beeindruckende Geschichte eines Zusammentreffens zweier unterschiedlicher Kulturen. Dabei gelang ihm ein Meilenstein des Western-Genres, der mit insgesamt sieben Oscars ausgezeichnet wurde (unter anderem beste Regie, beste Kamera, bester Film). Costner verfilmte hier den gleichnamigen Bestseller von Michael Blake, der auch das Drehbuch verfasste.

Foto: Kinowelt