Ah Jiang träumt lieber mit den Fischen, als für bessere Noten in der Schule zu büffeln. Doch was er eines Tages erlebt, hätte er sich wohl in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt: Kidnapper entführen den kleinen Dao-Nan und nehmen schließlich auch Jiang, ihren Verfolger, gefangen. Der Coup wächst den Entführern allerdings über den Kopf. Sie verfrachten die Kinder auf eine entlegene Insel und versorgen sie mit Büchern. So wird aus der Räuberpistole eine Abenteuer-Idylle, und am Ende winkt vielleicht sogar das Schulexamen...

Innovatives Kino aus Asien hat seit Jahren einen festen Platz im TV-Filmprogramm. Werke, die auf den großen Festivals Preise gewinnen oder in den Heimatländern erfolgreich sind, werden dadurch auch bei uns einem größeren Publikum vorgestellt. Ein durchgehendes Motiv der taiwanesischen Filme ist der Generationskonflikt. Die jugendlich-optimistische Variante zeichnet diesen Film aus: "Der mit den Fischen fliegt" - Gewinner des Kritiker-Preises von Locarno, 1995. "Form und Farbe jedes Tropenfisches erinnern an einen Traum", sagt der Regisseur, und für den Helden seines Filmes sind Träume die Gegenwelt zu Schulstress und strengem Leistungszwang.