1961 träumt der 20-jährige Siggi von einem Bühnenbildner-Studium an der Theaterschule von Dresden. Schon kurz nachdem er in der Stadt ankommt, verliebt er sich in agile Luise, die wiederum von einem Dasein als Schriftstellerin und Dichterin träumt. Das einzige Problem: Luise ist verheiratet. Dennoch pflegt Siggi den Umgang mit ihr und ihrem Mann. Meist trifft man sich im Tanzlokal "Der rote Kakadu". Hier herrscht ein munteres Treiben abseits staatlicher Reglementierungen. Doch genau dies stört die Staatssicherheit gewaltig, die bald ihre Fühler ins Lokal steckt und Siggi gerne als IM anheuern würde. So gerät die lebenslustige Clique des "Kakadu" mehr und mehr ins Fadenkreuz der Stasi, die bald unter den Freunden Feinde des Staates ausmacht...

Dominik Graf schildert hier endlich einmal ohne nervige DV-Bilder eine dramatische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer durchaus lebendigen DDR-Jugend kurz vor dem Mauerbau. Die glaubwürdige Geschichte - wenn auch nicht vom fesselnden Format wie "Das Leben der Anderen" - wird von starken Darsteller getragen - allen voran "Napola - Elite für den Führer"-Hauptdarsteller Max Riemelt und Domink Grafs Dauermuse Jessica Schwarz, die hier bereits seit "München - Geheimnisse einer Stadt" (2000) zum vierten Mal mit Graf gearbeitet hat. Ihre Rolle ist übrigens an die Dichterin Brigitte Reimann angelegt.