Sommer 1914: Familie Mercardier verbringt die Ferien wie immer beim Onkel auf Schloss Sainteville in der französischen Provinz. Da der Onkel Geld braucht, hat er einen Teil des Schlosses an die Familie Paillerons vermietet, reiche Seidenhändler aus Lyon. Der 13-jährige Gabriel Mercadier wagt erste Zärtlichkeiten mit Suzanne Paillerons und deren Freundin Yvonne. Der schwerblütige Pierre Mercadier, von seiner kapriziösen Frau Paulette zurückgewiesen, verliebt sich leidenschaftlich in die lebenslustige Blanche Paillerons. Unerwartet trifft Marie d'Amberieux, Paulettes Mutter und die Schwester des Onkels, auf Sainteville ein. Mit einem Blick hat sie erkannt, dass Pierre und Blanche ein Verhältnis miteinander haben. Ungeniert spricht sie ihren Verdacht aus. Paulette versucht, ihren Mann zurückzugewinnen - aber zu spät. Als Blanche nicht bereit ist, ihre Familie Pierres wegen zu verlassen, zieht er davon. Die Turbulenzen auf Schloss Sainteville erweisen sich als Vorboten dessen, was bereits in der Luft liegt: "Es wird Krieg geben", konstatiert der Onkel fast erleichtert...

Regisseur Christian de Chalonge ("Das Geld der Anderen", "Dr. Petiot") inszenierte nach dem Roman "Die Reisenden der Oberschicht" von Louis Aragon ein faszinierendes Zeitbild, das gleichzeitig das Porträt einer betuchten, aber dennoch zerrütteten Familie darstellt.