Ruhe ist eingekehrt im Küstennest Amity. Die Haiangriffe der Vergangenheit sind zu Gruselmärchen verklärt, Weihnachten steht vor der Tür. Doch dann passiert das Entsetzliche: Sean Brody, der die Nachfolge seines Vaters als Polizeichef des Ortes angetreten hat, wird aus seinem Boot gezerrt und zerfleischt. Seine traumatisierte Mutter beschließt die Feiertage bei ihrem zweiten Sohn Michael auf den Bahamas zu verbringen. Doch der Hai stellt ihnen nach und macht das Urlaubsparadies zur Hölle ...

Die Horrorsaga um den berüchtigten Hai ging 1987 mit "Der weiße Hai - Die Abrechnung" in die vierte und letzte Runde. Nachdem "Der Weiße Hai III" keine direkte Fortsetzung des Spielberg-Klassikers "Der weiße Hai" und des Der Weiße Hai IIs darstellte, schloss Joseph Sargents ("Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123", "Der letzte Ritt") Horrorfilm unmittelbar an die Handlung der ersten beiden Teile an. Noch mehr Aufwand als zuvor wurde für die sieben Modelle des Hais betrieben. Einige davon kamen nur für Nah- und Detailaufnahmen zum Einsatz, zwei Modelle wurden über die volle Länge des Monsters von 7,60 Meter ausgebaut. Mit über einer Tonne Gewicht und 15 Zentimeter langen Zähnen sollten sie dem Raubfisch die nötige Leinwandpräsenz verschaffen - allerdings umsonst. Denn für diesen miserablen Aufguss regnete es nur so Razzie-Award-Nominierungen: schlechtester Nebendarsteller Michael Caine, schlechtestes Drehbuch, schlechteste Kamera, schlechtester Regisseur, schlechteste Darstellerin und schlechtester Darsteller. Allerdings blieb es nicht nur bei Nominierungen, Henry Millar bekam den unbeliebten Preis für die schlechtesten Spezialeffekte.

Foto: ZDF/Ralph Nelson