Der kauzige Maler Gulley Jimson lebt auf einer alten Wohnbarke auf der Themse und ist wie besessen von seiner Kunst - sehr zum Ärgernis der bürgerlichen Gesellschaft. Als einer seiner wenigen Gönner in Ferien reist, erlaubt er Jimson, eine große weiße leere Wand in seiner Wohnung zu bemalen. Das lässt sich Jimson natürlich nicht zweimal sagen und fühlt sich auch sonst bald pudelwohl in seiner neuen Hütte ...

1944 veröffentlichte der irische Schriftsteller Joyce Arthur Cary (1888-1957) seinen Roman "The Horse's Mouth", in dem er tragikomischen Erlebnisse eines alternden Malers schilderte, bei dem Genialität und Trotteligkeit nah beieinander liegen. 1958 nahm sich Regisseur Ronald Neame ("Sein größter Bluff", "Oliver Twist") der Geschichte an und inszenierte nach dem Drehbuch von Hauptdarsteller Alex Guinness, der auch als Ko-Produzent fungierte, diesen heiteren Spaß. Für Guinness erfüllte sich damit ein lange gehegter Wunsch, der ihm noch dazu den Darstellerpreis in Venedig einbrachte. Und von Queen Elizabeth wurde ihm der Adelstitel verliehen. Zwei Jahre später arbeiteten Guinness und Neame in der Komödie "Einst ein Held" übrigens erneut miteinander.

Foto: ZDF/Centerpoint