1794 verliebt sich der junge, aufstrebende General Napoleon Bonaparte in Désirée Clary, die 17-jährige Tochter eines Marseiller Seidenhändlers. Doch nach seinem bedeutenden Italienfeldzug scheint er sie vergessen zu haben. Als Napoleon die Adlige Josephine heiratet, geht Desirée eine unglückliche Ehe mit dem Grafen Bernadotte ein – einem der größten Widersacher Napoelons ...

Nachdem Regisseur Henry Koster 1953 mit Jean Simmons bereits den Historienschicken "Das Gewand" realisiert hatte - heute gilt der Film als einer der 50 schlechtesten aller Zeiten - drehte er im Jahr darauf mit ihr diesen Historienfilm nach dem gleichnamigen, 1951 veröffentlichten Roman von Annemarie Selinkos, der die Lebensgeschichte der Désirée Clarys in einer breiten, volkstümlichen Tagebucherzählung verarbeitete, ohne in den Fakten und Personenschilderungen Anspruch auf historische Genauigkeit Wert zu legen. Einzig die darstellerische Präsenz von Hauptdarsteller Marlon Brando in der Rolle des großen korsischen Feldherrn rettet diesen vorhersehbaren und platten Kommerz-Streifen, der Oscar-Nominierungen für die beste Ausstattung und die besten Kostüme in einem Farbfilm erhielt. Brando und Simmons standen übrigens zwei Jahre später in Joseph L. Mankiewiczs Musikfilm "Schwere Jungs und leichte Mädchen" erneut miteinander vor der Kamera.



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