In einem Pariser Luxushotel trifft sich eine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen: ein Pilot und seine Ehefrau, ein Boxmanager mit seinem Schützling, ein melancholischer Hausdetektiv mit Kollege und ein italienischer Mafia-Boss mit seiner Entourage. Ihre Schicksale und Interessen berühren und überschneiden sich, bis ein vertracktes, schwer durchschaubares Gedankenspiel um Liebe, Geld und Tod entsteht. Während die beiden Detektive einen zwei Jahre alten Mordfall untersuchen, versuchen der Pilot und seine Frau mit allen Mitteln, von dem Boxmanager eine alte Geldschuld einzutreiben. Da dieser jedoch auch der Mafia eine erkleckliche Summe schuldet, bleibt ihm als letzte Hoffnung nur noch der bevorstehende Boxkampf seines Schützlings...

Godards eigene lakonische Inhaltsangabe zu diesem schwer durchschaubaren Film lautete: "Eine Frau, zwei Männer, eine Liebesgeschichte, ein Mord, ein Boxkampf, die Mafia". Ein zugegebenerweise etwas kursorisches Resümee dieser französischen Hommage an die amerikanischen Filme der Schwarzen Serie, deren Versatzstücke der Regisseur ohne übertriebene Rücksicht auf die Bedürfnisse des Zuschauers nach eigenem Gusto zusammensetzt. Das äußerst komplexe Kriminal-Puzzle, das bei dieser wilden Collage entsteht, sollte man deshalb vielleicht ohne den Anspruch ansehen, wirklich jedes Detail zu verstehen. Was letztendlich zählt, ist die verspielte Komposition eines "Metafilms", der Genremuster so lange gegen den Strich bürstet und mit literarischen Zitaten anreichert, bis eine extravagante, sich ständig neu definierende Geschichte abseits jedes konventionellen Plots entsteht: Kopf-Kino mit Atmosphäre, eben ein typischer Godard.

Foto: Kinowelt