Durch Zufall begegnen sich Henry und Anja eines Nachts auf einer Brücke. Er hält das blonde Punk-Girl für eine Prostituierte und nimmt sie mit nach Hause in sein Loft in einer ehemaligen Fabrik. Dort beginnt ein erotisches Spiel zwischen Realität und Traum, Lüge und Wahrheit, das die beiden an die Grenzen ihrer psychischen und physischen Belastbarkeit führt...

Ein Psychothriller als psychologisches Kammerspiel von dem aus der Ukraine stammenden Regisseur Igor Zaritzki. In seinem Kinofilm-Debüt setzt der TV-erfahrene Zaritzki räumlich fast ausschließlich auf den abgeschlossenen Raum der düsteren Fabriketage, auf die eigenwillige Architektur, die merkwürdigen Skulpturen, das künstliche Licht, in dem seine beiden Protagonisten agieren. Doch was wird da eigentlich gespielt und wen interessiert das? Immer wieder kommt es zu neuen Wendungen und Entwicklungen im Spiel von Annett Renneberg und dem zeitweise sichtlich überforderten Simon Böer, so dass sich der Zuschauer irgendwann fragt: Was soll das eigentlich? Kein Wunder, dass der 2002 produzierte Psychothriller erst 2004 den Weg in die Kinos fand.

Foto: academy films