Nach einem Schlaganfall bekommt der ehemalige Preisboxer Harry Besuch von seinem Sohn Lance und Enkel Michael. Der Alte überredet die beiden, vom Altersruhesitz in Kanada nach Reno zu fahren. Denn dort hat Harry vor vielen Jahren Diamanten versteckt. Auf der Fahrt merken die Drei schnell, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als bislang angenommen. Sie besuchen sogar ein Bordell, damit Michael seine Jungfräulichkeit und Lance seine Verkrampfheit verliert. In Reno angekommen muss Harry allerdings feststellen, dass sich einiges verändert hat ...

Vor allem Dank eines unverwüstlichen Kirk Douglas ist dies eine wunderbare Tragikomödie. Douglas spielt sich hier sozusagen selbst. Denn auch er brauchte nach seinem Schlaganfall eine Weile, um sich zu berappeln. Außerdem konnte man auf Filmmaterial aus den späten Vierzigern zurückgreifen, denn 1949 spielte Douglas in Mark Robsons "Champion" schließlich schon einmal einen Boxer. Dieses witzige Aufeinandertreffen dreier Generationen hat das Flair von Filmen wie etwa "Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich". Kirk Douglas hat trotz des Schlaganfalls nichts von seiner enormen darstellerischen Präsenz verloren. Ganz hervorragend: das erneute Zusammentreffen von Douglas und Lauren Bacall, die hier die Leiterin des Freudenhauses mimt. Da verzeiht man gern die kleinen Drehbuchschwächen.

Foto: SWR/Degeto