1966 heiratet der dänische Adelige Claus von Bülow die amerikanische Millionenerbin und Ex-Frau des Prinzen Alfie von Auersberg, Sunny Crawford. Von Anfang an steht die Ehe jedoch nicht gerade unter einem guten Stern: Er nimmt sich schon bald eine Geliebte, sie verfällt in Depressionen, dem Alkohol und wird tablettensüchtig. 14 Jahre später wird Sunny im Schlaf bewusstlos. Ein Koma, aus dem sie nicht mehr erwacht, da sind sich die Ärzte einig. Sunnys Kinder beschuldigen Bülow des Mordes und behaupten, er habe ihre Mutter töten wollen, indem er ihr Insulin spritzte, ein Stoff gegen den sie hochgradig allergisch war. Bülow leugnet die Tat. In einem der wohl aufsehenerregendsten Prozesse der Achtzigerjahre verteidigt der renommierte Strafverteidiger Alan M. Dershowitz einen Mandanten, den er eigentlich für schuldig hält. Das zunächst gefällte Urteil gegen Claus von Bülow, der seine Frau getötet haben soll, wird schließlich revidiert.

Barbet Schroeder drehte seinen Film nach authentischen Geschehnissen, die in den Achtzigerjahren die amerikanische Öffentlichkeit beschäftigten. Die direkte Vorlage zum Drehbuch lieferte der Anwalt Alan M. Dershowitz mit einem Buch über diesen aufsehenerregenden Prozess. Wie bereits in "Barfly" (1987) zeigt Schroeder das, was er am besten kann, nämlich Schauspielern eine nahezu unbeschränkte Plattform zu bieten, auf der sie ihr Können zügellos ausbreiten können. Jeremy Irons erhielt für seine Leistung 1990 den Oscar als bester Hauptdarsteller.