Kalkutta 1854: Der englische Major Geoffrey Vickers kehrt von einer Mission zurück und muss erfahren, dass sich seine Verlobte Elsa seinem Bruder Perry zugewandt hat. Zu spät durchschaut Geoffrey auch eine List des abtrünnigen Stammesführeres Surat Khan, die zu einem Massaker in der Garnisionsstadt Chukoti führt. Geoffreys Brigade folgt dem geflüchteten Khan bis zur Front des Krimkrieges. Eigenmächtig befiehlt er schließlich den Angriff auf Khan ...

Die historischen Ereignisse aus dem Krimkrieg regten den britischen Dichter Alfred Lord Tennyson zu seinem klassischen Gedicht über die "edle Tapferkeit" des gefallenen 27. Regiments an, das diesem Epos über Freundschaft und Verrat zugrunde liegt. Michael Curtiz' schnörkellos inszenierte Regiearbeit lässt sich aber auch über Themen wie Tapferkeit und Draufgängertum aus, wobei auch ein Hauch des seinerzeit rassistischen Tendenzen spürbar wird. Curtiz setzte hier einmal mehr auf seinen Dauerdarsteller Errol Flynn, der hier einmal mehr neben Olivia De Havilland vor der Kamera stand. "Die Attacke der leichten Brigaden" war 1937 für drei Oscars nominiert: Jack Sullivan als bester Regieassistent (das gab's damals noch), Leo F. Forbstein für die beste Musik und Nathan Levinson für den besten Ton. Die begehrte Trophäe gewann schließlich nur Jack Sullivan (1893-1946), der in seiner langen Karriere nie einen eigenen Film drehte, aber meist ungenannt an Klassikern wie "Haben und Nichthaben" oder "Die Maske des Dimitrios" mitarbeitete. Mit Curtiz und Flynn verwirklichte er später auch die Abenteuerfilme "Robin Hood, König der Vagabunden" und "Der Herr der sieben Meere".

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