Als Kunsthistoriker Ernst die attraktive Judith kennenlernt, gelingt es ihm mit Charme, Witz und Wortgewandtheit, die Schöne im Sturm zu erobern. Doch das traute Glück wird jäh gestört: Erinnerungslücken überspielt Ernst zunächst mit Humor. Dann folgt die erschütternde Diagnose: Ernst leidet an Alzheimer …

Mit dem brillant aufspielenden Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer und einer sensiblen Inszenierung gelangt Regisseur Nikolaus Leytner ("Ein halbes Leben", "Der Besuch der alten Dame") ein packendes Drama um jene Krankheit, die das Wesen eines Menschen extrem verändert. "Die Auslöschung" ist somit ein weiteres Werk, dass sich mit dem Thema Alzheimer beschäftigt. Bereits 1997 mimte Peter Simonischek in "Reise in die Dunkelheit" einen noch recht jungen Alzheimer-Patienten, Judi Denchs brachte ihr Auftritt als Schriftstellerin Iris eine Nominierung für den Oscar ein und auch Julie Christie spielte in Sarah Polleys Drama "An ihrer Seite" ebenfalls eine Frau, die an Alzheimer erkrankt ist. Eine recht ungewöhnliche Verfilmung zu dem Thema gelang Erik Van Looy und Carl Joos mit "Totgemacht - The Alzheimer Case" (Hauptrolle: Jan Decleir), während Andreas Kleinert mit seinem Drama "Mein Vater" einen recht schwermütigen Film vorlegte.

Foto: SWR/Petro Domenigg