Der junge Araber Rachid hat sich ein raffiniertes System ausgedacht, um die Herzen der Frauen zu erobern. Dabei ist er auf die Mithilfe seiner Freunde Georges und Junior angewiesen. Die beiden pöbeln ein junges, hübsches Mädchen an und Rachid tritt dann als "Retter" in Erscheinung. Das "System Rachid" funktioniert. Fast immer kann Rachid die Gunst der dankbaren Schönen genießen. Weniger Glück hat der junge Araber bei der Wohnungssuche. Wohnungen sind in Paris Mangelware, auch der schwarze Maler Denis kann ein Lied davon singen. Als die beiden die hübsche Virgine kennenlernen, steigen ihre Chancen immerhin. Virgine ist gut bekannt mit dem Ehepaar Perroni, das eine Wohnung zu vergeben hat, und setzt sich sehr für die Freunde ein. Leider stoßen sich auch Monsieur und Madame an der Hautfarbe der beiden. Rachid und sein Freund sehen sich gezwungen, auch hier auf das "System Rachid" zurückzugreifen ...

Diese Komödie brachte dem Debütanten Serge Meynard einen glänzenden Einstand und gleich den César, den französischen Oscar, für den besten Erstling. Meynard nimmt hier mit bösem Spott und Witz rassistische Vorurteile und andere überkommene Vorstellungen der heutigen Gesellschaft aufs Korn. Und da er genaue Beobachtung und Gefühl für Situationskomik miteinander verbindet, weitet er dieses unerschöpfliche Sujet zu einem gelungenen und witzigen Abenteuer aus. Serge Meynard - Jahrgang 1958 - arbeitete nach dem Abitur unter anderem als Tankwart, Korrektor und Setzer. Seinen Verdienst steckte er immer wieder in kleine Amateurfilme, bis ihn der Regisseur, Drehbuchautor, Darsteller und Produzent Michel Drach (1930 - 1990) als 'Mädchen für alles' in seiner Produktionsfirma anstellte - vom Laufburschen bis zum Drehbuch-Doktor reichte die Palette. Schließlich avancierte Meynard zum Regieassistenten unter anderem von Patrice Chéreau, James Ivory, Volker Schlöndorff und Peter Brook. 1985 realisierte er seine ersten professionellen Kurzfilme. 1988 folgte dann der Sensationseinstand mit "Die Beduinen von Paris". Inzwischen hat er weitere Filme für Fernsehen und Kinoleinwand inszeniert, die aber hierzulande nicht zu sehen waren.