Anfang März 1945: Als General von Brock Major Paul Krüger zum Kampfkommandanten von Remagen ernennt, legt er ihm zugleich dringend nahe, die befohlene Sprengung der letzten Brücke über den Rhein dort möglichst lange hinauszuzögern, um den Resten der 15. deutschen Armee noch eine Chance zu lassen, vor den vorrückenden Amerikanern über den Strom zu entkommen. Ihnen wäre die letzte Rückzugsmöglichkeit abgeschnitten. Major Krüger verzögert die Sprengung, obwohl die Amerikaner immer näher rücken ...

"Die Brücke von Remagen" ist kein Film, der zum Thema Zweiter Weltkrieg etwas neues zu sagen hätte, weder inhaltlich noch formal. Dafür wäre ein halbwegs effektsicherer Gebrauchsfilmer wie John Guillermin auch nicht der richtige Mann. Zwar greift er tief in die Klischeekiste, aber immerhin ist er um Objektivität und historische Korrektheit bemüht, was im amerikanischen Kriegsfilm bis heute die Ausnahme ist. Mit großem Aufwand entstanden die Schlachtszenen, in denen das Geschehen nicht übermäßig glorifiziert oder mit patriotischem Anstrich versehen wird. Auch das ist - gerade heutzutage - eine Ausnahme.

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