Peru im 18. Jahrhundert. Auf einer Seilbrücke passiert ein Unglück, fünf Menschen stürzen in den Tod. Der Franziskaner-Mönch Juniper untersucht den Fall sechs Jahre lang, um seinem Erzbischof und dem Vizekönig des Landes zu berichten ...

1927 veröffentlichte der US-Schriftsteller Thornton Wilder (1897-1975) seinen Roman "ww.amazon.de/Die-Br%C3%BCcke-Luis-Rey-Roman/dp/3717518380/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1270130592&sr=1-3 The Bridge of San Luis Rey", der ihm ein Jahr später seinen ersten "Pulitzer"-Preis einbrachte. 2004 nahm sich die irische Regisseurin und Drehbuchautorin Mary McGuckian des Klassikers an und schuf mit Top-Besetzung ein Historiendrama, das die hoch gesteckten Erwartungen aber nicht erfüllen konnte. Die Geschichte wartet zwar mit toller Ausstattung und beeindruckenden Bildern auf, doch die zu statische Regie von McGuckian lässt den Film oft wie eine Bühnenproduktion erscheinen. Noch dazu erreicht die Regisseurin nie die psychologische Tiefe der literarischen Vorlage von Wilder, die ethisch-christlichen Fragen und Probleme werden nur gestreift. Noch dazu lassen die Darsteller den Zuschauer merkwürdig unberührt, so wirkt etwa Robert De Niro als Erzbischof von Lima wie aus "Saturday Night Live" entsprungen. Da waren Charles Brabins Adaption von 1929 und Rowland V. Lees Variante von 1944 deutlich besser.

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