In Erdsee droht eine schreckliche Macht das Gleichgewicht der Welt zu zerstören. Also macht sich Zauberer Ged auf den Weg, um das Rätsel der Bedrohung zu lösen und die Welt vor Schrecklichem zu bewahren. Gemeinsam mit Arren, Prinz von Enlad, begibt er sich auf eine ebenso beschwerliche wie abenteuerliche Reise. Schon bald finden die beiden heraus, dass ein Zauberer namens Cob die Tür zwischen den Welten der Lebenden und der Toten geöffnet hat. Dies löste ein Ungleichgewicht der Welt aus - mit unabsehbar katastrophalen Folgen für Erdsee und seine Bewohner...

Goro Miyazaki, Sohn des japanischen Zeichentrick-Meisters Hayao Miyazaki ("Prinzessin Mononoke", "Chihiros Reise ins Zauberland", "Das wandelnde Schloss"), tritt mit seinem Debütwerk "Die Chroniken von Erdsee" in die Fußstapfen seines berühmten und vielfach preisgekrönten Vaters. Nach den "Erdsee"-Geschichten der US-Autorin Ursula K. Le Guin - zwischen 1968 und 2001 erschienen insgesamt fünf Romane um die Fantasywelt - entwarf Miyazaki auch das Drehbuch für seinen Film, der sich im Gegensatz zu den frühen Werken seinen Vaters erheblich von fernöstlichen Erzähltraditionen entfernt. Ein weit größeres Manko ist jedoch die Animation, die lediglich TV-Ansprüchen gerecht wird. Da hat man im Kino schon wesentlich bessere Werke gesehen. Fazit: Auch Goro Miyazakis Werk verfügt über Kino-Potential, doch die Klasse seinen Vaters hat er noch lange nicht erreicht.

Foto: Universum