Kurz vor Kriegsende lernt die schon in die Jahre gekommene Lena Brücker (Barbara Sukowa, Foto mit Alexander Khuon) in Hamburg zufällig den jungen, zur Front abkommandierten Marinesoldaten Hermann kennen. Sie verbringen eine gemeinsame Nacht, die Lena schließlich dazu veranlasst, Hermann bis zum Ende des Krieges in ihrer Wohnung zu verstecken. Lena lebt durch die Beziehung in den tristen Tagen sichtlich auf und lässt den jungen Soldaten auch nach der Kapitulation in dem Glauben, dass der Krieg noch andauert...

Dass diese Geschichte tatsächlich etwas mit dem Titel zu tun hat, ergibt sich erst relativ spät. Klar ist jedoch, dass hier die Liebe als letztes Heilmittel (oder schmackhaftes Gewürz) in trüben Zeiten dargestellt wird. Regisseurin und Drehbuchautorin Ulla Wagner ("Anna Wunder") hat ihre Verfilmung des gleichnamigen Uwe-Timm-Bestsellers wird zwar nicht mit zwingend Kino trächtigen Bildern eingefangen, aber immerhin charmant-pikant in Szene gesetzt, so dass der Zuschauer am Ball bleibt. In seiner ersten großen Kinorolle ist hier der Theaterschauspieler Alexander Khuon ("Schwer verknallt") zu bewundern. Der Sohn von Ulrich Khuon, Intendant des Hamburger Thalia Theaters, überzeugt in der Rolle des Marinesoldaten Hermann an der Seite von Barbara Sukowa.

Foto: Schwarz-Weiss (Central)