Lino, Jacques, Simon, Charlot und der Spagettifachmann Aldo, Linos "Mann für alles", kommen zu einem Pokerspiel zusammen, das ihr Leben entscheidend verändert. Die fünf sind Gangster vom alten Schlag, in traditionellen "Berufen" tätig und müssen immer häufiger empfindliche Rückschläge hinnehmen. Also muss man neue Wege gehen, und da bieten - wie Simon einleuchtend darlegt - das Show-Business und die Politik die besten Möglichkeiten. Schon die erste Unternehmung, die Entführung des Popidols Johnny Hallyday im Auftrag desselben, der sich davon mit Recht grandiose Publicity verspricht, zeigt ihnen, dass sie auf dem rechten Weg sind. Von größerem und gefährlicherem Kaliber ist ihr zweiter Coup: die Entführung des Schweizer Botschafters in einem südamerikanischen Land, das sich im Guerillakrieg befindet ...

Claude Lelouch, sonst auf die Liebe mit ihren Verwicklungen, Schwierigkeiten und Glückseligkeiten abonniert, gelang mit "Die Entführer lassen grüßen" eine satirische Komödie auf den Gangsterfilm und seine Helden. So holte er sich auch den Genre-erprobten Lino Ventura vor die Kamera. Mit dem bestens aufgelegten "Gaunerquintett" Lino Ventura (1919-1987), dem legendären Chansonnier Jacques Brel, den Lelouch-erprobten Charles Denner und Charles Gérard und dem italienischen Erzkomödiant Aldo Maccione hatte Claude Lelouch für seinen burlesken Gangsterspaß vor dem Hintergrund der unruhigen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse nach 1968 eine perfekte Wahl getroffen.

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