In einem bretonischen Kaff wird ein zehnjähriges Mädchen ermordet. Unter Verdacht gerät René, ihr Zeichenlehrer. Der erfolglose Maler wird von einer humorlosen Kommissarin unter Druck gesetzt. Dadurch gerät auch sein Privatleben in Bewegung. Während im Ort getuschelt, wird und die Eltern ihre Kindern aus Renés Zeichenstunde abmelden, erwacht seine erlahmte Kreativität neu.

Wieder einmal behandelt Claude Chabrol die Verlogenheit der kleinbürgerlichen Idylle. Doch einmal mehr kann er nicht an seine besten Werke anschließen. Das Geflecht aus Lügen und Halbwahrheiten und einer bewußt schmucklos untertriebenen Auflösung fügt dem Werk Chabrols keine nennenswerten neuen Aspekte hinzu. Spannung kommt schon deshalb nicht auf, weil die Charaktere allesamt unsympathisch sind und den Zuschauer deshalb gleichgültig lassen. In einer kleinen Rolle ist übrigens der Sohn des Regisseurs, Thomas Chabrol, zu sehen, der in acht weiteren Filmen seines Vaters mitwirkte.

Foto: ZDF/Eduardo Serra/Prokino