Ostpreußen 1944: Gräfin Lena von Mahlenberg kehrt nach einem langen Streit mit ihrem Vater auf das elterliche Gut zurück. Der Krieg droht dort die alten Werte des Adels immer mehr aufzulösen und zwingt die Menschen auf dem Hof schließlich zur Flucht in Richtung Westen ...

Millionen Deutsche mussten noch während des Zweiten Weltkriegs sowie nach Kriegsende ihre Heimat Ostpreußen verlassen, mehr als 300000 von ihnen überlebten die Flucht nicht. Nach einem sehr gut recherchierten Drehbuch von Gabriela Sperl ("Scheidung auf Amerikanisch", "Ghettokids", "Der Seerosenteich", "Carola Stern - Doppelleben") inszenierte Kai Wessel ("Goebbels und Geduldig", "Hat er Arbeit?") ein emotional packendes und aufwühlendes Historiendrama, das jene schicksalhafte und dunkle Zeit erstmals wieder aufleben lässt. Durchgehend hervorragend sind die schauspielerischen Leistungen. Wessel zeigt allerdings nicht nur die äußeren Gewalttaten sondern vermag auch die daraus resultierenden seelischen Konflikte deutlich zu machen. Ein Highlight im oftmals durchschnittlichen TV-Allerlei!