Eine idyllische Neubausiedlung am Rande von Hamburg. Der Umzug in die eigene Doppelhaushälfte bedeutet für Martina Schneider, ihren Mann Stefan und Sohn Daniel einen Neuanfang. Sie haben die enge Mietwohnung hinter sich gelassen und Martina kann nach einem Jahr Zwangspause endlich wieder in ihrem Beruf als Bibliothekarin arbeiten. Die Schneiders sind eine glückliche Familie. Die lebendige und fantasievolle Martina empfindet die Welt außerhalb ihres funktionierenden Mikrokosmos allerdings oft als fremd und bedrohlich. Dies gilt vor allem für die Nachbarin Evelin...

Regisseurin Claudia Garde zeichnet mit diesem sensibel erzählten Psychodrama das Bild einer kranken Frau, brillant interpretiert von Maren Eggert. Bislang kennt man die Darstellerin hauptsächlich aus dem Kieler "Tatort" als Psychologin an der Seite von Axel Milberg. Zwei der Kieler Episoden ("Stirb und werde", "Borowski in der Unterwelt") drehte übrigens auch Regisseurin Garde. Für "Die Frau am Ende der Straße" lieferte Autor Thomas Schwank ein psychologisch dichtes und gut recherchiertes Drehbuch, erst sein drittes nach "Die fremde Frau" (2003) und "Zeit nach der Trauer" (2004).

Foto: ZDF/ NDR/Christine Schroeder