Deutschland, Mitte der Fünfzigerjahre: Dr. Gerd Vorweg hat es geschafft. Als Oberbürgermeister hat er nach Kriegsende seiner Stadt durch die Ansiedlung eines großen Textilbetriebes wieder zum Aufschwung verholfen und mit Katharina eine Vorzeigefrau geheiratet. Als Katharina plötzlich spurlos verschwindet, wird Gerds Idylle jäh zerstört. Alle Indizien sprechen dafür, dass Katharina bei der Detonation einer Fliegerbombe im sogenannten "Knochenwald", einem von Minen und Blindgängern übersäten Sperrgebiet, ums Leben gekommen ist. Überreste von ihr werden jedoch nicht gefunden. Dem verstörten Vorweg ist das Verschwinden seiner Frau völlig unbegreiflich. Eines Nachts taucht mit Horst Karg ein Freund aus Kriegstagen überraschend in Vorwegs Haus auf. Der Oberbürgermeister wird mit Geschehnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die er bisher verdrängt hat ...

Schon in seinen Filmen "Drei Tage im April", "Gegen Ende der Nacht" und "Drei Schwestern Made in Germany" widmete sich Regisseur und Drehbuchautor Oliver Storz gekonnt der deutschen Nachkriegsgeschichte. So auch in diesem Drama um Schuld und Sühne, das er erneut mit seinen Lieblingsdarstellern stimmig und packend inszenierte. Neben Karoline Eichhorn in der Hauptrolle wissen hier besonders Stefan Kurt und Matthias Brandt als Gegenspieler zu überzeugen.

Foto: NDR/Markus Fenchel