Voller Hoffnung kommt der junge Martin aus der Provinz zum Jurastudium nach Berlin. In einem düsteren, skurrilen Mietshaus findet er eine winzige, heruntergekommene Wohnung, deren Vormieter Robert spurlos verschwunden ist. Während der scheue Martin in der Uni keinen Anschluss findet, weckt die aufregende Vermieterin Simone sein Verlangen. Sie wohnt direkt in der Wohnung nebenan, nur durch eine dünne Wand von ihm getrennt. Auf den Spuren des verschwundenen Robert belauscht Martin die geheimnisvolle Simone. Sie lockt ihn in ihre Wohnung und verführt ihn. Martin verliebt sich, sucht ihre Nähe. Gleichzeitig ist er getrieben davon, herauszufinden, was seinem Vorgänger Robert zugestoßen ist. Eine ältere Nachbarin warnt ihn vor dem Bösen im Haus, Simones gewalttätiger Freund Sebastian bedroht ihn. Kann Martin Simone vertrauen?

"Die Frau hinter der Wand" der erste Langfilm von Grzegorz Muskala und sein Abschlussfilm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Der Film entstand in der Reihe "Stunde des Bösen", in der die Nachwuchsredaktion Das kleine Fernsehspiel des ZDF jungen Talenten Gelegenheit gab, ihre eigene Spielart des Thriller-Genres zu entwickeln. Muskala zieht sämtliche Register und besticht durch präzise Inszenierung, Stilwillen, eindringliche Bilder und Humor.

Foto: ZDF/Phillip Kaminiak