Im Jahr 1929 wird die neunjährige Chiyo mitsamt ihrer Schwester aus Not und Armut an Menschenhändler verkauft. Chiyo kommt so in Kyoto in ein Geisha-Haus. Dort wird sie erbarmungslos gedrillt und von der Ober-Geisha Hatsumomo brutalst geknechtet. Erst als sich Hatsumomos Rivalin Mameha um Chiyo kümmert, bessert sich ihre Situation. Im Laufe Jahre wird aus dem Mädchen die schöne Geisha Sayuri...

Selten sah man eine langweiligere Bestsellerverfilmung (nach Arthur Golden) als diese. Nur wenige schöne Bilder lockern die inszenatorische Tristesse auf. Hier zeigt sich, dass Rob Marshall ("Chicago") immer noch nichts dazu gelernt hat, denn selten sah man eine Geschichte, die so wenig Gespür für die Charaktere und die Schauspieler (mit Zhang Ziyi, Michelle Yeoh und Gong Li immerhin drei herausragende Gestalten des asiatischen Kinos) aufweist. Wer bislang mit japanischer Kultur nichts anfangen konnte, wird in seinen Vorurteilen hier nur bestätigt. Die einzige Überraschung: die oftmals japanisch-traditionell anmutende Musik stammt von Actionfilmkomponist John Williams ("Indiana Jones", "Star Wars"), der prompt einen Golden Globe dafür bekam. Dion Beebe allerdings erhielt 2006 den Oscar für die beste Kamerarbeit, einen weiteren Oscar gab es für die besten Kostüme.

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