Indien in den späten Sechzigerjahren. Im Bordell der trostlosen Kleinstadt Gospaira leben die Prostituierte Rajani und ihre minderjährige Tochter Lati. Damit die Tochter es einmal besser hat und auch sie selbst versorgt ist, sucht Rajani nach einem Ehemann für Lati. Er sollte ruhig schon etwas älter sein, vor allem aber vermögend. Einer der in Frage käme, ist der Kinobesitzer Paladi, ein übler Geschäftsmann und zweifelhafter Cineast, besitzt er doch eine ausgeprägte Vorliebe für Vergewaltigungsszenen, die er sich in seinem Kino in Privatvorstellungen vorführen lässt. Paladi hat schon ein Auge auf Lati geworfen. Doch das junge Mädchen hat gänzlich andere Vorstellungen vom Leben...

Ein mit viel Liebe für Details, viel Witz und Lebensmut inszeniertes Drama des bengalischen Literaten und Filmemachers Buddhadeb Dasgupta ("Uttara"), der hier fernab des "Bollywood"-Kinos die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die sich den Plänen ihrer Umwelt widersetzt und auf die eigene Selbstbestimmung pocht. Dasputa erzählt dies in malerischen Bildern, allerdings haben sich an der einen oder anderen Stelle deutliche Drehbuchlängen eingeschlichen.

Foto: academy films