Wertvolles Sèvres-Porzellan und ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, einst liebevoll hergestellt, werden verkauft, zerstört, gestohlen und weiterverkauft. Durch gute und böse Taten gehen sie von Hand zu Hand, verbinden unterschiedlichste Personen eines Pariser Viertels miteinander: den Einbrecher, den Bombenspezialisten, die blasierte Sängerin und die flatterhafte Hundebesitzerin, die unschuldige Schönheitspflegerin und die unbeholfenen Anarchisten. Die edlen Gegenstände werden durch den Schmutz gezogen, ebenso wie die Gefühle ihrer Besitzer. Das kostbare Gemälde zum Beispiel, das eine schöne Frau in kompletter Gestalt darstellt, wird bei jedem Diebstahl mit der Rasierklinge aus dem Rahmen geschnitten und ist schließlich nur noch ein kleines Porträt. Während die einen von dem ganz normalen weltlichen Durcheinander profitieren, geraten andere dabei zu Recht oder Unrecht unter die Räder. Der Reigen menschlicher Schicksale, die sich in turbulenten Tänzen verschlingen, wird immer wieder angetrieben von Eitelkeiten und dem unstillbaren Verlangen nach Macht und Besitz.

Der 1934 in Georgien geborene und Anfang der Achtzigerjahre nach Frankreich emigrierte Regisseur Otar Iosseliani ("Und es ward Licht", "Briganten") zeichnet in seinem facettenreichen und komödiantischen Film einen Mikrokosmos menschlicher Schicksale. Voller Poesie und mit ironischem Augenzwinkern beschreibt er allzu menschliche Eigenarten und die widerstrebenden Kräfte, die auch in größerem Rahmen den Lauf der Welt bestimmen. Der Film wurde 1984 beim Filmfestival in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.