Die völlig unbedarfte und unerfahrene Georgina Spencer hofft nach der von ihrer überaus ehrgeizigen Mutter arrangierten Hochzeit mit dem älteren Herzog von Devonshire endlich die Liebe zu erfahren. Doch der Herzog zeigt mehr Interesse an seinen Hunden als an seiner Frau. Die Fortpflanzung hingegen scheint er nur als lästiges Übel anzusehen und verliert schließlich das Interesse an seiner Frau, da diese nur Töchter gebiert. So stürzt sich die junge Herzogin ins turbulente Gesellschaftsleben und zeigt sich als Modedesignerin im Mittelpunkt der High Society. Als sie dem aufstrebenden Politer Charles Grey begegnet, verliebt sie sich Hals über Kopf ...

Nach der von Amanda Forman verfassten Bestseller-Biografie "Georgina, Duchess of Devonshire" inszenierte Saul Dibb ein opulentes, Oscar gekröntes Kostümdrama, das seinen Reiz (ebenso wie die literarische Vorlage von 1988) wohl eher daraus bezieht, dass es sich bei titelnder Herzogin um eine direkte Vorfahrin von Lady Di handelt und die Duplizität der Ereignisse nahezu erschütternd sind. Dibb legte viel Wert auf historische Authentizität, was zwar innerhalb der Dramaturgie für einige Längen sorgt, andererseits aber den Reiz des Films ausmacht.

Foto: Kinowelt