Linda und Jerry LeBon, ein erfolgreiches Yuppie-Paar, entschließt sich, die Metropole Boston zu verlassen und ein Anwesen auf Devlin Island zu kaufen. An der kleinen Insel vor der Ostküste mit einer idyllischen Ruhe scheint die moderne Zivilisation ohne größere Spuren vorüber gegangen zu sein. Jerry fühlt sich auf Anhieb unter den wenigen, aufdringlich freundlichen Nachbarn wohl, doch Linda fallen verschiedene Merkwürdigkeiten auf: Ihr Hund zeigt eine instinktive Abneigung gegen die Einheimischen; im Nachbarhaus sitzt tagein, tagaus ein alter Mann an einem großen Fenster und starrt zu ihnen hinüber; bei einem Ausflug mit Freunden entdeckt sie einen unheimlichen unterirdischen Ort, eine Art Kultstätte. Als Lindas Hund und kurz darauf ein Freund aus Boston bei mysteriösen Unfällen getötet werden, stellt sie gezielt Nachforschungen an und kommt bald hinter ein schreckliches Geheimnis...

"Die Hexen von Bay Cove" ist ein Horrorfilm, der Polanskis Klassiker "Rosemaries Baby" variiert. Seinen Schrecken erzielt der Film dabei nicht mit groben Schockeffekten, sondern mit zweideutigen Elementen der Alltagsrealität. In "Die Hexen von Bay Cove" ist das Böse nicht abseitig und Welten entfernt, vielmehr liegt es gleich hinter der Fassade einer "ganz normalen" kleinen Gemeinschaft; das Okkulte, zeitlich Entlegene lauert unter der Oberfläche der technisierten, rationalen Welt des 20. Jahrhundert. Regisseur Carl Schenkel wurde 1984 mit seinem zweiten Film "Abwärts", einem ausschließlich in einem Fahrstuhl spielenden Psychothriller mit Götz George und Wolfgang Kieling, der sehr erfolgreich in unseren Kinos lief, auf Anhieb berühmt.