Der amerikanische Luxusdampfer "Poseidon" hat seine letzte Kreuzfahrt von New York nach Griechenland angetreten. Während einer ausgelassenen Silvesterfeier gerät das Schiff in die Druckwelle eines Seebebens. Im Speisesaal, wo sich die meisten der Passagiere zur Zeit der Katastrophe aufhalten, bricht Panik aus. Der Zahlmeister ruft die Überlebenden auf, an Ort und Stelle auszuharren, bis Hilfe kommt. Nur einer der Passagiere, Reverend Frank Scott, ein unorthodoxer, tatkräftiger junger Mann, hat die Situation richtig erkannt und fordert die Passagiere auf, seinen Anweisungen zu folgen: Das Schiff treibt kieloben in der See. Die einzige Chance, dem schwimmenden Sarg zu entkommen, ist der Aufstieg zum Schiffsschraubenschacht. Doch nur wenige schließen sich Scott auf seiner Odyssee quer durch den von Explosionen geschüttelten Schiffsrumpf an ...

"Die Höllenfahrt der Poseidon" mit Gene Hackman in der Hauptrolle ist ein Katastrophenfilm nach dem "Titanic"- Muster. Nach dem Roman von Paul Gallico drehte Ronald Neame dieses Genrewerk, das die Schockdramaturgie mit der psychologisierenden Gestaltung menschlicher Einzelschicksale verbindet. Für die erstaunlichen Spezialeffekte, wie attraktive Unterwasseraufnahmen, detailgetreue Wiedergabe eines umgekippten Schiffes (Rauminversion) wurde der Film mit einem Oscar für Spezialeffekte ausgezeichnet. Shelley Winters erhielt 1973 den Golden Globe für die beste Nebendarstellerin. Ein weiterer Oscar wurde dem Film 1973 für den besten Filmsong "The Morning After" verliehen.

Foto: Fox