Nachdem das Schicksal es mit Lucas nicht allzu gut meinte – er verlor durch Schulschließung seinen Lehrerjob, seine Frau ließ sich scheiden und dadurch kann er seinen Sohn nur noch jedes zweite Wochenende sehen -, geht es mittlerweile wieder aufwärts. Denn er hat nun eine neue Stelle als Kindergärtner, die hübsche Nadja ist von ihm angetan und sein Sohn will lieber bei ihm wohnen. Doch dann schlägt das Schicksal erneut erbarmungslos zu: die Tochter seines besten Freundes besucht den Kindergarten, in dem Lucas arbeitet und behauptet eines Tages, dass dieser ihr gegenüber sexuelle Annäherungsversuche unternommen hätte. Das Entsetzen des unschuldigen Lucas nützt wenig, denn schon bald beginnt eine gnadenlose Hexenjagd auf ihn ...

Schon mit Werken wie "Das Fest" bewies Regisseur Thomas Vinterberg durchaus Gespür für gesellschaftlichen Zündstoff. Zeigte er damals die Auswirkungen von sexuellem Missbrauch an Kindern, ging es diesmal darum aufzuzeigen, was passieren kann, wenn jemand fälschlicherweise beschuldigt wird. Mit starken Darstellern und intensiven Bilder einer dramatischen Vorverurteilung und dem damit verbundenen Domino-Effekt überzeugt Vinterberg erneut.



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