Für den jungen Anwalt Victor kommt es knüppeldick: Eines Morgens ist seine Frau futsch, der Job ebenso, und er hat nicht einmal jemanden, bei dem er sich ausheulen könnte. Denn alle Freunde, Freundinnen und selbst Victors Eltern stecken bis zum Hals in eigenen Krisen und haben Besseres zu tun, als ihn zu trösten. Nur der kleine Schnorrer Michou zeigt für ein paar Gläser Bier grenzenloses Verständnis und Mitgefühl...

In ihrer Satire schildert Coline Serreau mit bissigem Humor die vermeintlichen Existenzkrisen von Leuten, die darüber jammern, dass ihre fetten Jahre vorbei sind. Selbstverwirklichung auf Kosten der Allgemeinheit ist aber letztlich das, was alle wollen. Trotz vieler guter Beobachtungen ist allerdings eine gewisse thematische Überfrachtung des Films nicht zu übersehen. Es fehlt an Leichtigkeit. Coline Serreaus erfolgreichster Film war die Komödie "Drei Männer und ein Baby" (1985), die kurz darauf in Hollywood mit Tom Selleck noch einmal verfilmt wurde.