Michael O'Hara ist ein junger, draufgängerischer Abenteurer. Als er auf der Yacht eines reichen, behinderten Mannes anheuert, verguckt sich dessen hübsche Frau in den jungen, adretten Burschen. Dadurch wird Michael zu Spielfigur der ständig streitenden Eheleute, er findet sich schließlich sogar in einer finsteren Mordintrige wieder ...

Ganz in der Tradition des amerikanischen film noir schuf Orson Welles dieses vielschichtige Kriminaldrama, in dem er den moralischen Verfall einer kapitalistischen Gesellschaft sichtbar macht. Welles war seinerzeit noch mit der Hauptdarstellerin Rita Hayworth verheiratet. Die Produktion aus dem Jahre 1947 - mit der berühmten Spiegelsequenz am Schluss, in der es zum tödlichen Schusswechsel kommt - stand unter einem schlechten Stern: Kurz nach Drehbeginn folgten Zeit raubende Aufnahmen vor der traumhaften Kulisse von Acapulco. Errol Flynn, ein guter Freund von Welles, stellte seine Yacht zur Verfügung. So weit, so gut. Doch bald wurde die Crew von lästigen Stechinsekten geplagt, und hinzu gesellten sich permanent finanzielle Probleme und Vorgaben des Studios. Trotzdem kann das Ergebnis als nahezu perfekt bezeichnet werden.

Foto: ZDF/Columbia