Die Bibliothekarin und angehende Wissenschaftsautorin Maren und der Baumpfleger Robert haben sich über eine Partnerbörse im Internet kennengelernt. Nun endlich kommt es zum ersten Treffen auf einer Autobahnraststätte. Zunächst scheinen die allein erziehenden Eltern nicht zusammen zu passen, denn zu verschieden sind ihre Interessen und Gewohnheiten. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten raufen sich die beiden zusammen und entschließen sich, miteinander zu leben. So zieht Maren also mit ihrer 16-jährigen Tochter Mira zu Robert und dessen ebenfalls 16-jährigen Sohn Daniel. Das Glück der jungen Familie scheint perfekt - bis zu dem Morgen, als Maren ihre Tochter und Daniel nackt zusammen im Bett erwischt ...

Nach eigenem Drehbuch inszenierte Regisseur Franz Müller ("Science Fiction") diese doppelte Liebesgeschichte innerhalb einer Patchwork-Familie, in der er die Beziehung der Eltern die der Kinder gegenüberstellt. Was bei den Erwachsenen erst nach vielen Anlaufschwierigkeiten und einigem Hin und Her funktioniert, stellt sich bei den Jugendlichen beinahe selbstverständlich ein. Die klug durchkomponierte, manchmal leicht überspitze Geschichte der wechselseitigen Spannungen hat Müller mit vier Darstellern besetzt, die für ihre Rollen geradezu geschaffen zu sein scheinen. Marie-Lou Sellem gibt die oft zweifelnde Maren mit einer ebensolchen Überzeugungskraft wie der hierzulande nahezu unbekannte, aus Barcelona stammende Alex Brendemühl ("En la Ciudad - In der Stadt") den mal wortkargen, dann aber auch wieder überraschend spontan-einfallsreichen Robert. Dazu gesellen sich Katharina Derr ("Beautiful Bitch", "Die Friseuse"), von der man in der Zukunft sicher noch einiges sehen wird, in der Rolle der vorlauten Mira, und Tim Hoffmann in seinem bemerkenswerten Schauspiel-Debüt.



Foto: 2Pilots

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