Darauf hat der 72-jährige Florentino Arizo über 50 Jahre gewartet: Nach dem Tod von Dr. Juvenal Urbino kann Florentino dessen Witwe Fermina endlich seine Liebe gestehen. Doch er wird - wie schon als Jugendlicher - von der Frau seines Herzens abgewiesen. Auch wenn sie sich eingesteht, dass es seinerzeit Liebe auf den ersten Blick war. Sie war die Tochter aus gutem Hause und er nur Laufbursche. Kein Wunder also, dass ihr Vater alles daran setzte, eine Bindung zu verhindern...

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Literatur-Nobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez inszenierte Mike Newell diese Liebesgeschichte, die beinahe ein ganzes Leben umfasst. Allerdings schwelgt Newell mehr in opulenten Bildern denn als er an spannender Dramatisierung interessiert ist. Der Wechsel von schlechten und akzeptablen Masken ist eklatant und die Schauspieler (bis auf Javier Bardem und Hector Elizondo) sind völlig überfordert. Was bleibt: ein bunter Bilderreigen mit schmalziger Musik und vielen peinlichen Momenten. Schade – nach "Chronik eines angekündigten Todes" wieder eine Gabriel-Garcia-Marquez-Verfilmung, die allerdings nicht viel taugt.

Foto: Tobis