Ruth Levenstein lebt mit ihrer Tochter Liz und Schwiegersohn Aaron in New York. Ihre Heimatstadt Berlin hat Ruth nicht mehr besucht, seit sie 1942 vor dem Nazi-Regime aus Deutschland geflohen ist. Als sie die Nachricht vom Tod ihres Berliner Freundes Richard erhält, dem sie ihr Überleben im Dritten Reich zu verdanken hat, beschließt Ruth, zu dessen Begräbnis noch einmal in die alte Heimat zu reisen. Mit der Nähe zu den Orten ihrer Kindheit und Jugend in Berlin Mitte rund um den Alexanderplatz werden auch die Erinnerungen an Ruths große Liebe wieder lebendig: an Max Schönbeck, mit dem sie aus Deutschland hatte fliehen wollen. Warum Max damals nicht zum verabredeten Zeitpunkt erschien und seine schwangere Freundin Ruth im Stich ließ, hat sie nie erfahren. Später hieß es dann, er sei in Stalingrad gefallen. Dann häufen sich aber die Beweise, dass dies offensichtliche eine Lüge war...

Regisseur Detlef Rönfeldt ("Eine Frau nach Maß") betreibt in dieser Mischung aus Geschichtsdrama und Liebesfilm Vergangenheitsbewältigung der besonderen Art. Dank einer stark aufspielenden Inge Meysel und einer durchdachten Story bietet dieser TV-Film trotz einiger Sentimentalitäten beste Unterhaltung.