Vier Episoden um menschliche Gefühlsregungen: In "Glück" glaubt ein kleiner Bankangestellte, den todsicheren Tipp für ein Pferderennen zu besitzen. Doch alles geht schief und stattdessen hat er den brutalen Geldeintreiber eines Gangsterbosses am Hals. Der Geldeintreiber besitzt übrigens die Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen und wegen des Neffen seines Bosses in "Vergnügen" in einen blutigen Streit gerät. "Kummer" dagegen bereitet einer Popsängerin die Tatsache, dass ihr Manager Schulden beim Gangsterboss hat. Als sie schließlich an diesen verkauft wird, verliebt sich der Geldeintreiber in die Frau. Die "Liebe" führt einen Arzt, dessen große Liebe an einem Schlangenbiss zu sterben droht, auf der Suche nach einem Blutspender zu der jungen Sängerin, die die gleiche seltene Blutgruppe wie seine Freundin hat ...

Ein prominent besetzter wie dunkler Episodenfilm von Jieho Lee, den er nach dem in China populären Sprichwort inszenierte: "Das Leben besteht aus vier Emotionen: Liebe, Glück, Vergnügen und Kummer." Mit Videoclip artigen Bildern inszeniert, überzeugen die darstellerischen Leistungen durchweg. Allerdings wirken die Bezugspunkte der einzelnen Episoden mitunter reichlich konstruiert. Das Langfilm-Debütant Lee sein Werk als eine Film-noir-Version des "Das zauberhafte Land" bezeichnet, wirkt dagegen eher überheblich - auch wenn einige Übereinstimmungen in den Personenzeichnungen zu erkennen sind.

Foto: ARD/Degeto