Südafrika, Mitte der Achtzigerjahre: Das Apartheid-Regime kann die aufgebrachte schwarze Bevölkerungsmehrheit nur noch mit massiver Polizeigewalt nieder knüppeln. Während Nelson Mandela aus dem Gefängnis heraus eine friedliche Lösung des Konflikts propagiert, kämpfen militante Splittergruppen mit Bombenanschlägen gegen die Herrschaft des weißen Präsidenten Botha. In dieser verfahrenen Situation ergreift der junge Brite und Bergbau-Manager Michael Young, der den Zusammenbruch des südafrikanischen Staates befürchtet, die Initiative. Um sein Unternehmen vor den drohenden finanziellen Verlusten zu schützen, organisiert er hinter dem Rücken seines Chefs ein Treffen zwischen dem als Terroristen diffamierten Bürgerrechtler Thabo Mbeki und der burischen Philosophieprofessor Willie Esterhuyse. Doch der südafrikanische Geheimdienstchef Neil Barnard hat von der Zusammenkunft längst Wind bekommen ...

Nach seinem nicht immer überzeugenden Thriller "8 Blickwinkel" drehte der britische Regisseur Pete Travis dieses spannende wie gut besetzte Politdrama, das eine durchaus mögliche Geheimdiplomatie thematisiert, die schließlich zur Überwindung des verhassten Apartheid-Regimes führte. Actionfreunde werden sich hier sicher langweilen, denn Travis setzt - dem, Thema entsprechend - auf die leisen Töne. Allerdings ist der deutsche Titel ein wenig irreführend, denn mit Nelson Mandela hat dieses Werk herzlich wenig zu tun. Lediglich sein Happy End verdankt der Film dem Friedensnobelpreisträger, denn mit der Freilassung Mandelas ist die Mission der Unterhändler erfolgreich beendet.

Foto: ARD/Degeto