Im Ersten Weltkrieg wird der Marinekreuzer M.S. Emden im Indischen Ozean versenkt, während sich ein Teil der Besatzung an Land befindet. Die Überlebenden kennen fortan nur ein Ziel: zurück in die Heimat. Unter dem Befehl von Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke begeben sich die 50 Mann auf eine Reise ins Ungewisse, die sie 13.000 Kilometer durch feindliche Gewässer und unwirtliche Wüste führt. Doch viel schlimmer als feindliche Truppen sind Hunger, innere Zerrissenheit und intere Streitereien ...

Die Geschichte der Matrosen der Emden ist in der Tat eine ungewöhnliche und gilt als Einzelfall in der Kriegsschreibung. Was ein packender Einblick in die deutsche Historie hätte werden können, entpuppt sich hier leider als müder Abklatsch der einstigen Adventsvierteiler. Den Stress, die Strapazen und die Entbehrungen, denen die Männer ausgesetzt waren, werden hier in keiner Sekunde spürbar, zu gefällig und sprunghaft ist die Umsetzung, zu banal sind die Dialoge. Dass das Ganze dann auch noch mit einer schmachtfetzigen Liebesgeschichte getränkt wird, macht es nicht besser - im Gegenteil. Eine vertane Chance!



Foto: Hardy Brackmann