Auf Grundlage der keltischen Kulturgeschichte entwirft der Ire Tomm Moore in einem faszinierenden Zeichentrickfilm die Geschichte der Geschwister Ben und Saoirse. Die Kinder leben allein mit ihrem Vater in einem Leuchtturm, seit ihre Mutter kurz nach der Geburt von Saoirse verschwand.

Ben hat sie eine ganz besondere Muschel hinterlassen, welcher seine Schwester eines Abends eine wunderschöne Melodie entlockt. In der gleichen Nacht entdeckt Saoirse, dass sie eine Selkie ist - an Land ein Mensch und im Meer eine Robbe. Als die Kinder einige Zeit später von den Eulen einer bösen Hexe angegriffen werden, schwebt das Mädchen plötzlich in großer Gefahr.

Traumhaftes Trickkino


Bereits vor knapp einem Jahr startete Tomm Moores Werk im Rennen um die "Oscars". Nun ist es endlich in den deutschen Kinos zu sehen.

Grundsätzlich erinnert in "Die Melodie des Meeres" vieles an Moores - ebenfalls "Oscar"-nominierten - Erstling "Brendan und das Geheimnis von Kells". Auch hier erhält der Zuschauer einen verständlichen Einblick in die keltische Mythologie, und der Zeichenstil ist erneut an klassische irische Motive angelehnt.

Vergleichbar ist dies mit Hayao Miyazakis Herangehensweise im japanischen Kulturkreis. Wusste schon Moores Debüt zu überzeugen, wirkt der Filmemacher bei Saoirses Geschichte künstlerisch noch gereift. Bilder, Handlung und Musik vereinen sich zu einem absolut berührenden Kinoerlebnis, wie man es sich bei Pixar & Co. trotz all ihrer Qualitäten schlichtweg nicht vorstellen kann.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Melodien des Meeres":