Vom Ruf der schönen Kriemhild verzaubert, beschließt der junge Schmied Siegfried, sie zu gewinnen. Auf dem Weg zu ihr wird er gar zum kühnen Recken: er tötet einen Drachen und badet in dessen Blut. Nahezu unverwunderbar kann er dann auch noch eine Zwergenhorde, die Nibelungen, bezwingen und ihnen eine Tarnkappe und einen Hort abluchsen. In Worms wird er von Kriemhilds drei Brüdern freundlich aufgenommen. Um Kriemhild zu gewinnen, hilft Siegfried im Schutz der Tarnkappe König Gunther, Brunhild zu freien und sie in der Hochzeitsnacht zu besiegen. Als Brunhild durch eine unbedachte Bemerkung Kriemhilds davon erfährt, stachelt sie Gunther durch Lügen zum Mord an Siegfried an, den Siegfrieds einstiger Mitstreiter Hagen schließlich ausführt. Brunhild tötet sich an Siegfrieds Totenbahre, Kriemhild löst sich von ihren Brüdern und schwört Rache.

Monumentales Stummfilmwerk über die Heldensage, gut gespielt und gekonnt düster inszeniert. Sicherlich auch in Sachen Dekor (etwa der grandios-finstere Zauberwald) und Kameraführung (Falkentraum, Versteinerung der Zwerge, Tarnkappeneffekt usw.) ein Vorreiter der filmischen Epen. Fritz Lang wollte - nach eigenen Worten - in seinem zweiteiligen Film vier verschiedene Welten schildern: die "überfeinerte Kultur" der Burgunderkönige, die "gespensterhaft-elfische" Welt des jungen Siegfried, die "bleiche, eisige Luft" im Isenland Brunhilds, und die Welt Etzels, des "Asiaten". Der zweite Teil trägt den Titel "Die Nibelungen (2): Kriemhilds Rache".