Ein idyllischer Tag in den Weinbergen, singende Ordensschwestern unterwegs in Gottes schöner Natur - da findet die Nonne Camilla plötzlich einen Toten unterm Wegkreuz am Westhang. Ihrem geübten Blick entgeht keineswegs, dass hier nachgeholfen wurde: Der Winzerhelfer Franky Strobel wurde ermordet und danach erst am Kruzifix abgelegt. Sofort ruft sie ihren "Kollegen" Kommissar Josef Baumert an. Für ihn ist damit der freie Tag passé und seine gute Laune ebenfalls. Denn offenbar will diese überaktive Nonne wieder in seinem Fall herumstochern!

Nach der schon recht oberflächlichen Krimikomödie "Die Nonne und der Kommissar" sowie dem deutlich schwächeren Nachfolger "Die Nonne und der Kommissar - Todesengel" (beide von Hajo Gies inszeniert) drehte Regisseur Berno Kürten diesen dritten, noch seichteren Fall. Erneut nach einem Buch von Martina Brand in Szene gesetzt, kann das ungewöhnliche Ermittlerduo hier überhaupt keine neuen Akzente mehr setzen, vielmehr glaubt der Zuschauer, alles schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Da nützt es auch nichts, dass Günther-Maria Halmer als griesgrämiger Kommissar Josef Baumert eine zumindest achtbare schauspielerische Leistung abliefert. Da war's aber auch schon!

Foto: SWR/Stephanie Schweigert