Friedrichs Tag beginnt mit einer Ohrfeige: Seine Frau Margarete hat sie ihm verpasst mit der Behauptung, er habe sie betrogen, das wisse sie, denn sie habe es geträumt. Entsprechend unkonzentriert verläuft Friedrichs morgendliche Tennis-Stunde. Er verschlägt, der Ball fliegt davon und verursacht beinahe einen Verkehrsunfall. Der Schreck bringt den Autofahrer Ferdinand, einen Gymnasiallehrer, derart aus dem Gleichgewicht, dass er gleich darauf drei Schüler auf "nicht genügend" prüft. Das ist für einen der Unglücksraben zu viel: Oliver beschließt, von zu Hause abzuhauen. Oliver ist aber der Sohn von Friedrich und Margarete, deren Ohrfeige das Schicksalskarussell in Gang setzte, auf dem die Protagonisten des Films alle mitfahren...

Regisseur Johannes Fabrick ist in allen Genres zu Hause. Er drehte bereits Krimis ("Einsatz in Hamburg - Tod am Meer"), Melodramen ("Und morgen geht die Sonne wieder auf"), Thriller ("Verbotene Küsse"), Liebesfilme ("Der Seerosenteich") und Familiengeschichten ("Ein langer Abschied"). In dieser witzigen Komödie setzte er ein Schicksalskarussell in Gang, dass für seine Protagonisten sowohl komödiantische als auch tragische Momente bereit hält und in dessen Verlauf Friedrich tatsächlich auf jene Person trifft, die seine Frau im Traum sah.

Foto: BR/epo-film/Harry Stuhlhofer