Der 13-jährige Alexander gerät in einen Gewissenskonflikt: Durch Zufall gelangte die Flasche, in der sich die von seinem besten Freund Maulwurf erfundene Perlmutterfarbe befindet, in seinen Schulranzen. Als in der verhassten Parallelklasse nach dem Dieb gesucht wird, schweigt Alexander aus Scham. Dies wiederum nutzt der fiese Klassenkamerad Gruber für ganz eigene Zwecke. So bekommt erst einmal Karli aus der B als potentieller Dieb sein Fett weg ...

Regisseur Marcus H. Rosenmüller ("Schwere Jungs", "Beste Zeit" und "Beste Gegend") hat offenbar ein Faible für Jugend-Geschichten. Diesmal nahm er sich den gleichnamigen Roman von Anna Maria Jokl vor, tauchte in die 1930er Jahre und zeigt mit viel Liebe fürs Detail eine Welt, in der der aufkommende Nationalsozialismus bereits spürbar ist. Darüber hinaus zeigt er, wie aus einer kleinen Lüge schwere Schuld werden kann, aber dennoch Werte wie echte Freundschaft siegen. Rosenmüller arbeitete hier erneut mit seinem jungen Hauptdarsteller Markus Krojer zusammen, den er 2006 schon in "Wer früher stirbt, ist länger tot" besetzt hatte. Eine witzig-dramatische und dabei stets einfühlsame Regiearbeit.

Foto: Constantin