Nach dem Tod ihres Mannes Harley überrascht Mrs. Munck ihre Verwandten damit, dass sie dessen senilen Stiefvater Patrick Leary pflegen will. Hinter dem scheinbar selbstlosen Engagement steckt jedoch ein teuflischer Plan. Mrs. Munck war einst als naives Dienstmädchen von ihrem Chef Mr. Leary geschwängert und verstoßen worden. Für diese bittere Erfahrung will sie Rache nehmen. Sie verwickelt den ebenso hilflosen wie bösartigen Patrick in ein furioses Katz-und- Maus-Spiel zwischen Trauer, Wut und der sentimentalen Hoffnung auf eine späte Versöhnung. Der Schauspielerin Diane Ladd gelang in ihrem Regiedebüt an der Seite ihres Ex-Mannes Bruce Dern ein brillantes Psycho-Drama über tiefe Verletzungen und noch tiefere Gefühle echter Liebe.

Diane Ladd ("Alice lebt nicht mehr hier", "Wild at Heart") erfüllte sich mit "Mrs. Munck" einen späten Herzenswunsch und gab ihr Regiedebüt. Ihr gelang das sehenswerte Porträt einer liebeskranken Seele, die alle Höhen und Tiefen der Gefühle zwischen Zorn und Sentimentalität durchlebt. Die Handlung ähnelt zwar der Stephen King-Verfilmung "Misery" (1990), doch Ladd entdeckte bereits 1976 Ella Lefflands literarische Vorlage für sich. Als Partner für ihr furioses Psycho-Duell wählte sie ihren Ex-Mann Bruce Dern aus, der die Rolle des immer mehr in die Enge getriebenen, übellaunigen alten Mannes sichtlich genießt.